Namensgeber Franz Neumann

Franz Neumann, geboren am 14. August 1904, entstammte einer Friedrichshainer Arbeiterfamilie und verband sein Leben mit der Berliner Arbeiterbewegung, den Sorgen und Nöten einfacher Menschen.

Als 16jähriger trat der Schlosserlehrling Neumann der SPD bei, bildete sich an der Wirtschaftshochschule und der Deutschen Hochschule für Politik weiter und arbeitete als Jugendfürsorger für den Magistrat von Groß-Berlin. 1933 von den Nationalsozialisten entlassen, beteiligte er sich an der illegalen Widerstandsarbeit für die SPD und kam ins Konzentrationslager. 1936 folgte wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ eine eineinhalbjährige Gefängnishaft. Nach 1945 war Neumann an der Neugründung der SPD Reinickendorf beteiligt, wurde von 1946-57 in Anerkennung seiner Verdienste um den Erhalt der SPD deren Landesvorsitzender und gehörte 1949-60 als Berliner Abgeordneter dem Bundestag an. Er widmete sich der Außen- und der Deutschlandpolitik, dem Wiederaufbau der Technischen Universität Berlin und wurde 1965 mit dem Titel Ehrensenator gewürdigt.

Franz Neumann schied 1969 aus der aktiven Politik aus und konzentrierte sich auf den Vorsitz der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Berlin, für den er 1970 gewählt wurde und den er bis 1974 ausübte.

Am 20. Oktober 1971 verliehen ihm das Abgeordnetenhaus und der Senat die Würde eines Ehrenbürgers von Berlin.

Am 9. Oktober 1974 verstarb Franz Neumann in Berlin.